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Diesel-Gipfel der Rheinischen Post legt beeindruckendes Debüt hin

100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei Premiere in Düsseldorf

Am Montag fand im Düsseldorfer Verlagshaus der Rheinischen Post der 1. Diesel-Gipfel statt. Die Veranstaltung zog direkt bei ihrer Premiere rund 100 Gäste und namhafte Diskussionsteilnehmer an. Neben dem Leiter von ElektroMobilität NRW, Dr.-Ing. Matthias Dürr, nahmen auch Vertreter von Landes-Umweltministerium, IHK Düsseldorf, Deutsche Umwelthilfe, Verbraucherzentralen und des Verbandes des Kfz-Gewerbes teil.

Äußerst gelungene Premiere mit 100 Gästen und hochkarätigen Experten

Nach einem kurzen Eingangsvortrag von Dr. Roman Suthold, dem Leiter des Bereichs „Verkehr & Umwelt“ beim ADAC Nordrhein bat Moderator Thomas Reisener, Chefkorrespondent Landespolitik der Rheinischen Post, die Diskutanten auf die Bühne. Es folgte eine eineinhalbstündige und äußerst lebhafte wie auch informative Diskussion, in deren Rahmen das Thema der aktuellen Diesel-Problematik von verschiedenen Seiten beleuchtet und mögliche Lösungswege aufgezeigt wurden.

Nachrüstung mit Katalysatoren für 1.500-3.000€

Marion Jungbluth, Leiterin des Bereichs „Mobilität und Reisen“ beim Bundesverband der Verbraucherzentralen erhielt den ersten Applaus des Tages. Sie schlug vor, dass die Automobil-Industrie die Kosten für die Nachrüstung der bestehenden Diesel-Fahrzeuge mit sogenannten SCR-Katalysatoren tragen solle. Sie habe das Problem – neben der Politik - schließlich auch verursacht. Frank Mund, der Präsident des Verbands des Kfz-Gewerbes in Nordrhein-Westfalen, hatte deren Einbau als eine geeignete Methode beschrieben, den NOx-Ausstoß zu reduzieren – zu einem Stückpreis von 1.500-3.000€.

Automobilhersteller drückten sich vor der Diskussion

Thomas Reisener erläuterte, dass man selbstverständlich auch Vertreter der Automobil-Industrie eingeladen habe, diese es jedoch vorgezogen hätten, nicht teilzunehmen. "Die haben alle gekniffen“, fasste Reisener kurz zusammmen. Frank Mund betonte die Bedeutung dieser Branche: „An der Automobil-Industrie hängen 620.000 Jobs.“
Dr. Matthias Dürr, der Leiter von ElektroMobilität NRW, dem ersten Ansprechpartner für Elektromobilität in Nordrhein-Westfalen, betonte die Bedeutung der Elektromobilität – nicht nur für die zukünftige sondern auch schon die heutige Mobilität. „Je höher der Anteil an Erneuerbaren Energien am Strom für Elektrofahrzeuge ist, desto höher ist deren ökologischer Nutzen.“ Die Elektromobilität habe das Potenzial, zukünftig gänzlich schadstofffrei zu funktionieren. Verbrennungsmotoren hätten diese Möglichkeit nicht einmal theoretisch.

Elektromobilität und Grünstrom gehören zusammen!

„Wir müssen das Thema Elektromobilität mit Grünstrom verbinden!“ Dürr räumte ein: „Die Verfügbarkeit von für den Kunden hinsichtlich ihres Preises attraktiven Fahrzeugen ist noch eine Baustelle.“ Man dürfe dabei jedoch nicht nur die Anschaffungskosten betrachten sondern müsse seinen Blick auf die Total Cost of Ownership (TCO) richten. Zudem müssten ganz neue Mobilitätskonzepte entwickelt werden. „Die Zukunft der Mobilität wird elektrisch sein“, sagte der Leiter von ElektroMobilität NRW.

Nach dem offiziellen Teil der Veranstaltung nutzten die Anwesenden die Gelegnheit zum intensiven, direkten Austausch miteinander.
Es ist zu hoffen, dass die Veranstaltung ihre Fortsetzung findet.

 

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