Kombinierte Mobilität

Mit verschiedenen Verkehrsmitteln schnell und günstig zum Ziel

Ein Stichwort, das im Zusammenhang mit Elektromobilität immer wieder fällt, ist „kombinierte Mobilität“ oder auch „intermodale Mobilität. Damit ist gemeint, dass Menschen an ihr Ziel gelangen, indem sie verschiedene Verkehrsmittel – elektrische oder auch nicht-elektrische – miteinander kombinieren.

Vielfältige Möglichkeiten

Ein Beispiel: Sie fahren mit ihrem Fahrrad oder Elektro-Fahrrad zum Bahnhof, steigen dort in den Zug legen und das letzte Stück ihres Weges mit einem Elektro-Auto eines CarSharing-Anbieters zurück. Oder Sie fahren mit dem Rad zur Station des E-CarSharing-Anbieters und dann mit dem E-Auto zum Ziel ihrer Reise. Die Kombinationsmöglichkeiten sind nahezu unerschöpflich.

Individuell, klimaschonend & günstig

Die Kombination verschiedener Verkehrsmittel hat viele Vorteile. Sie rechnet sich meist sehr schnell, da alle Ausgaben für ein Auto mit Verbrennungsmotor, das 23 Stunden Tag ohnehin nur nutzlos herumsteht, komplett entfallen. Dennoch bleiben Sie individuell mobil. Außerdem teilen sich viele Menschen die Fahrzeuge, so dass große Mengen an Ressourcen gespart werden – und nicht zuletzt auch eine Menge Platz, denn jedes Fahrzeug, das ungenutzt herumsteht, nimmt Platz weg.

 

Tägliche Wegstrecke

Noch immer ist die sogenannte Reichweitenangst weit verbreitet. Die Bürgerinnen und Bürger haben Angst, in einem Elektro-Auto mit leerem Akku liegenzubleiben. Diese Angst ist unbegründet.
In rund 85% der Fälle liegt die durchschnittliche tägliche Fahrtstrecke in Deutschland bei rund 40 Kilometern. Diese Strecke ist von jedem auf dem Markt befindlichen Elektro-Auto zu schaffen. Neue Modelle verfügen über Reichweiten von ca. 250-500 Kilometern - und diese Reichweite erhöht sich durch die Weiterentwicklungen in der Batterie-Technologie von Jahr zu Jahr. In wenigen Jahren werden Elektro-Autos über dieselben Reichweiten verfügen, wie Autos mit Verbrennungsmotoren.


Elektrische Zweiräder

Pedelecs

Pedelecs sind Fahrräder mit elektrischer Trethilfe. Der E-Motor unterstützt die Kraft des Fahrers bis maximal 25 km/h. Die Batterie ist meist abnehmbar und kann an einer konventionellen Steckdose geladen werden.

Rechtlich einem Fahrrad gleichgestellt

Da Pedelecs rechtlich als Fahrrad eingestuft werden, braucht man weder einen Führerschein noch einen Helm und darf mit ihnen auch auf Fahrradwegen fahren.

S-Pedelecs

Ein S-Pedelec ist eine Art Elektro-Fahrrad, das bis zu 45 km/h schnell fahren kann. Diese Fahrzeuge sind rechtlich gesehen keine Fahrräder mehr, sondern Kleinkrafträder, für deren Betrieb man ein Versicherungskennzeichen benötigt.

Helm- und Versicherungspflicht

Wer ein S-Pedelec fahren möchte, muss mindestens einen Mofa-Führerschein besitzen sowie einen Helm tragen. S-Pedelecs dürfen nicht auf Radwegen gefahren werden - auch dann nicht, wenn diese für Mofas freigegeben sind.

E-Bikes

E-Bikes sind am ehesten mit einem Elektromofa zu vergleichen. Ein großer Unterschied zu den Pedelcs ist, dass sie sich mit Hilfe des Elektroantriebs durch einen Drehgriff oder Schaltknopf fahren lassen - auch ohne, dass man dabei in die Pedale tritt.

Antrieb ohne in die Pedale zu treten

Auch für den Betrieb eines E-Bikes benötigt man ein Versicherungskennzeichen und mindestens eine Mofa-Führerschein und einen Helm und auch hier sind die Fahrradwege tabu.

Elektro-Kleinkrafträder / E-Roller

Ein Elektromotorroller - oder eben kurz E-Roller - ist ein Motorroller mit ausschließlich elektrischem Antrieb. Die Energieversorgung erfolgt ausschließlich aus einer Batterie. Für Elektro-Roller gelten die gleichen rechtlichen Regelungen wie für Roller mit Verbrennungsmotor.

Genau wie bei einem normalen Roller - nur mit Elektromotor

Sie müssen also mit einem Versicherungskennzeichen ausgestattet sein und der Fahrer muss einen Mofa-Führerschein besitzen und einen Helm tragen.


Elektrische Lastenräder

Lastenfahrrad

Bei Lastenrädern wird grundsätzlich zwischen ein- und zweispurigen Modellen unterschieden. Es gibt die Räder mit zwei, drei und sogar auch vier Rädern. Bei den Einspurigen unterscheidet man die Typen Lieferbike, Long John und Longtail. Bei den Zweispurigen gibt es den Typ Trike mit der Ladefläche vor dem Lenker und den Typ Schwerlasttransporter mit der Ladefläche hinter dem Sattel.

Ein- und zweispurige Alternativen für die "letzte Meile"

Zunehmend kommen nun auch elektrifizierte Lastenräder auf den Markt, die speziell für den Warentransport auf der sog. "letzen Meile" eine echte Alternative zu anderen Fahrzeugen sein können. Sie bieten insbesondere eine Alternative bei drohenden Fahrverboten oder bereits bestehenden Einfahr-Verboten für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor.

Hier finden Sie eine Liste aktueller Anbieter von Lastenrad-Sharing.

Lastenanhänger

Um die Lade-Kapazität eines Lastenrades oder eines Pedelecs oder normalen Fahrades zu erhöhen, bietet der Markt Lasten-Anhänger in verschiedenen Ausführungen an. Dabei ist zu bedenken, dass das Führen eines solchen Fahrzeugs anspruchsvoller ist, als mit der kürzeren Basis-Variante.

Erhöhung der Lade-Kapazität

Zudem wirkt sich die erhöhte Last selbstverständlich auf die Geschwindigkeit des Gespanns aus. Dennoch stellen Lastenräder mit Anhänger eine umweltschonende und günstigere Alternative zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor dar und sind zudem ebenfalls nicht von ebentuellen Fahr- und Einfahrverboten betroffen.


Car-Sharing

Car-Sharing ist der kostengünstige und umweltschonende Weg individueller Mobilität. Das Prinzip ist, dass sich mehrere Nutzer ein Fahrzeug teilen. Die Vorteile sind vielfältig: Die Nutzerinnen und Nutzer müssen sich nicht ein eigenes Fahrzeug anschaffen, das in der Regel dann ja doch 23 Stunden pro Tag nur ungenutzt herumsteht.

Vorteile für Nutzerinnen, Nutzer, Umwelt und Bevölkerung

Anschaffungs- und Betriebskosten entfallen - die Nutzerinnen und Nutzer bezahlen nur dann, wenn sie das Farzeug wirklich brauchen. Ein weiterer - oft übersehener - Vorteil ist die Tatsache, dass ein Car-Sharing-Fahrzeug viele andere Fahrzeuge ersetzen kann. Das spart Parkraum und schafft Platz im Stadtbild.

Hier finden Sie eine Liste aktueller E-CarSharing-Anbieter.

Bike-Sharing

Seit einigen Jahren stehen an speziellen Stationen Fahrräder für die spontane Ausleihe bereit. Die Anmeldung funktioniert in der Regel problemlos über das Smartphone und die Leihgebühren sind erschwinglich. In Ergänzung zu diesen festen Stationen sind in letzter Zeit immer mehr Anbieter sogenannter Free Floating-Modelle hinzugekommen.

Feste Stationen und Free Floating-Modelle

Die Nutzerinnen und Nutzer können die Fahrräder dabei einfach dort stehenlassen, wo es ihnen gefällt und müssen nicht zu einer Station gebracht. Die Räder sind daraus resultierend in der Regel im gesamten Stadtgebiet verteilt.


Öffentlicher Personennahverkehr

Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) bildet seit jeher das Rückgrat der umweltschonenden Mobilität. Straßenbahnen sind dabei bereits seit dem vorvergangenen Jahrhundert elektrisch unterwegs. Hinzu kommen die S- und U-Bahnen. In den letzten Jahren elektrifzieren immer mehr Verkehrsbetriebe zudem ihre Bus-Flotte, da der Einsatz elektrischer Busse bei geeigneten Nutzungs- und Streckenprofilen schon heute wirtschaftlich dargestellt werden kann.

Der ÖPNV - das Rückgrat der umweltschonenden Mobilität

Der ÖPNV ist eine wichtige Säule der kombinierten Mobilität. Seine zunehmende Elektrifizierung stellt einen weiteren großen Vorteil dar. Das Gesamtpaket sichert den Bürgerinnen und Bürgern günstige und umweltschonende Mobilität zu einem günstigen Preis.


Fernverkehr

Allgegenwärtig, dennoch meist nicht bewusst als Elektromobilität wahrgenommen, ist der elektrische Fernverkehr.

2,2 Milliarden Fahrgäste pro Jahr

Tatsächlich jedoch kann man den schienengebundenen Fernverkehr der Bahn guten Gewissens als die Speerspitze der Elektromobilität in Deutschland bezeichnen.

60% des Schienennetzes elektrifiziert - 50% Öko-Strom

Die Bahn transportiert jährlich ca. 2,2 Mrd. Fahrgäste. Dabei sind ca. 60% des Schienennetzes elektrifiziert und ungefähr die Hälfte des verbrauchten Stroms ist Öko-Strom.

Diese Seite verwendet Cookies, um für Sie die Benutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessern. Wie Sie die Verwendung von Cookies unterbinden können, erfahren Sie in den Datenschutzhinweisen.

Wenn Sie diese Webseite weiter nutzen, erklären Sie sich damit einverstanden.