Best practices

Elektromobilität funktioniert im Alltag und die folgenden Beispiele zeigen das anschaulich.



 

 

Elektromobilität im privaten Alltag

Angesichts der heutigen Vielfalt an Elektrofahrzeugen - speziell im PKW-Bereich - ist die Elektromobilität für Bürgerinnen und Bürger eine attraktive Alternative zu verbrennungsgetriebenen Fahrzeugen mit Benzin- oder Dieselmotor. Mit den Reichweiten der heutigen E-Autos kann der weit überwiegende Teil der Berufspendler jeden Tag komfortabel und zügig seinen Weg zur Arbeit zurücklegen - und selbstverständlich auch den Heimweg am Nachmittag. Einer dieser Pendler ist Michael Preu. Der Essener pendelt aber nicht nur den kurzen Weg zur Arbeit sondern hat auch sonst große Freude an seinem Elektro-Smart. Da unten geht´s direkt zum Video-Interview.

 

 

Der Wuppertaler Wolfgang Pritzkow hat das NRW-Förderprogramm genutzt, um sich für seinen privaten Stellplatz zuhause eine Wallbox anzuschaffen.  Dort lädt er nun täglich und komfortabel direkt vor der Tür seines Hauses seinen Elektro-Smart.
NRW-Wirtschaftsminister Pinkwart schaute persönlich vorbei, um sich vor Ort einen Eindruck zu verschaffen und mit dem neuen Wallbox-Besitzer auszutauschen. Danach standen Beide ElektroMobilität für ein kurzes Interview zur Verfügung und erläuterten ihre jeweiligen Beweggründe für ihr Engagement in Sachen Elektromobilität. Da unten geht´s direkt zum Interview.

 

 

Reiner Strehlke lebt mit seiner Frau in Moers. Beide absolvieren beinahe 100% ihrer Autofahrten elektrisch. Herr Strehlke nutzt dazu seinen Volvo – ein Hybridfahrzeug mit einer rein elektrischen Reichweite von rund 50 Kilometern - und Frau Strehlke ihren vollelektrischen Renault Zoe. Beide Elektrofahrzeuge werden an der Wallbox in der heimischen Garage geladen.
Wann Herr Strehlke zum ersten Mal mit der Klima schonenden Mobilität in Berührung kam und warum er sich entgegen des ursprünglichen Plans einen Volvo kaufte und keinen Benz, erläutert er im Interview mit ElektroMobilität NRW im Rahmen unseres Formats „Best Practice Elektromobilität für Privatnutzer“. Schauen Sie mal rein.

 

 


 

 

Elektromobilität in der Logistik

„Das neue Modell Streetscooter WORK XL erweitert unsere E-Flotte für den Nutzfahrzeugbereich“, so Jürgen Gerdes, Konzernvorstand Post – eCommerce – Parcel, Deutsche Post DHL Group. Mit dem posteigenen Elektrofahrzeug-Hersteller Streetscooter hat das Unternehmen schon die E-Lieferfahrzeuge Work und Work L und auf den Markt gebracht. „Der Transporter wird uns in die Lage versetzen, die wachsenden Paketmengen noch umweltfreundlicher – nämlich schadstofffrei – und leiser zu bewältigen.

Marktführer in der grünen Logistik

Zugleich untermauern wir mit unserem Engagement unseren Anspruch, Marktführer in der grünen Logistik zu sein“, fügt er hinzu. Die Post hat mit dem Umweltprogramm GoGreen das Ziel, mittelfristig die komplette Flotte von fast 50.000 Fahrzeugen durch Elektro-Transporter zu ersetzen und bis 2050 alle logistikbezogenen Emissionen netto auf null zu reduzieren.

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Sauber durch die Innenstädte fahren

4,75 Millionen Diesel-Kraftstoff pro Jahr sollen durch den künftigen Einsatz der Work XL Transporter gespart und zudem etwa 12.500t CO2 vermieden werden. Falls Diesel-Fahrverbote in den Innenstädten in Zukunft kommen sollten, fahren die Post-Transporter mit einem Wettbewerbsvorteil durch die Innenstädte. Der große Transporter wird auf Basis des Ford Transit-Fahrgestells gebaut und mit einem batterieelektrischen Antriebsstrang sowie einem Karosserieaufbau nach Vorgaben von Deutsche Post DHL ausgestattet.

Bis zu 200 Stopps und Anfahrvorgänge muss der Wagen in der Paketzustellung bewältigen und ist bis zu 300 Tage im Jahr im Einsatz. Dabei fährt das Fahrzeug bis zu 85km/h schnell und kommt auf eine Spitzenleistung von bis zu 150kW, die von einer Lithium-Ionen-Batterie und einem Synchronmotor erzeugt wird. Die Reichweite liegt zwischen 80 und 200 Kilometern und wird künftig auch bis zu 120km/h schnell angeboten. Der mit Regalen versehene Laderaum ist vom Fahrerhaus begehbar. Beladen werden kann das Fahrzeug über die Heckklappe und eine Schiebetür an der rechten Seite. Durch die Ladeleistung von bis zu 22kW beträgt die Ladedauer durchschnittlich drei Stunden. Im Hinblick auf die Gesamtbetriebskosten sind die E-Fahrzeuge so wirtschaftliche wie konventionelle.

Am 14. Oktober wurde die Streetscooter-Initiative der Deutschen Post DHL Group aus Bonn, für die umfassende Realisierung einer umweltfreundlichen City-Logistik und den Weckruf an die deutsche Automobilindustrie mit dem Deutschen Solarpreis 2017 in der Kategorie: „Transportsysteme“ ausgezeichnet.

Dieser Text ist eine gekürzte Fassung eines Textes von der EnergieAgentur.NRW. Lesen Sie den vollständigen Text hier.

 

 

Elektromobilität in der Wohnungswirtschaft

Bei einer einhundertzehnjährigen deutschen Baugesellschaft wäre man von betont konservativem Verhalten wenig überrascht. Die Euskirchener Baugesellschaft (EUGEBAU) ist weit davon entfernt. Geschäftsführer Oliver Knuth erzählt derart engagiert und begeistert von der Wohnungswirtschaft, dass man unweigerlich neugierig wird, mehr davon zu erfahren.

Über 100 Jahre Firmengeschichte

Nahezu im Minutentakt lässt Knuth Sätze fallen, die man vom Geschäftsführer einer städtischen Baugesellschaft eher nicht erwarten würde. „Wir bauen nur noch mit Geothermie“ ist nur einer davon. Knuth erläutert seine grundsätzliche Vorgehensweise im Job: „Wir schauen, was technisch momentan am spannendsten ist und befassen uns damit.“ Die EUGEBAU beobachtet die Branche sehr genau und mit großer Kenntnis und ist stets offen für Neues. So kam die Gesellschaft auch auf das Thema Elektromobilität.

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Was ist technisch am spannendsten?

Eines der aktuellen Projekte ist der Bau eines Parkhauses mit Parkplatz und insgesamt 29 Ladepunkten für Elektrofahrzeuge. „Auf dem Dach ist eine Photovoltaikanlage“, ergänzt Oliver Knuth beiläufig. Aus ihr soll später ein Teil des Strombedarfs für das Laden der Fahrzeuge gedeckt werden. Ein Parkhaus alleine zu bauen sei stumpf, so der Geschäftsführer. „Da lernt man nichts.“ E-Auto-Fahrer sollen kostenlos parken dürfen, wenn Sie auf dem Parkplatz oder im Parkhaus kostenpflichtig laden.

Bewusste Entscheidung, Gewerbesteuer zu zahlen

Die EUGEBAU gehört zu 57% der Stadt Euskirchen mit ihren 56.000 Einwohnern und zu 42% dem Kreis. Das verbleibende eine Prozent befindet sich im Streubesitz. Die Entscheidung dazu, den Strom zu verkaufen, wurde nicht leichtfertig gefällt. „Als Unternehmen der Wohnungswirtschaft dürfen wir keinen Strom verkaufen – sonst werden wir nach § 9 Nr. 1 Satz 2 Gewerbesteuergesetz voll gewerbesteuerpflichtig“, erklärt der Jurist. Als gelernter Jurist gleitet der Mann elegant durch den Paragraphendschungel rund um die vielfältigen Gesetzesvorschriften in seinem Zuständigkeitsbereich.  „Ich habe gesagt: Ich nehme uns da raus. Wir zahlen Gewerbesteuer.“ Die EUGEBAU ist das einzige ihrem Geschäftsführer bekannte kommunale Wohnungsunternehmen der Wohnungswirtschaft, das dies tut. Dabei ist die Gewerbesteuer die wichtigste originäre Einnahmequelle der Gemeinden in Deutschland.

Platz sparen durch Deckenladesäulen

Um Parkraum zu sparen verfügt das Parkhaus nicht über eine Rampe im Inneren sondern über zwei separate Zufahrten auf beiden Etagen. Weiterer Parkraum wird dadurch gespart, dass ausschließlich Deckenladesäulen installiert werden. „Wir zahlen 2.600 € pro Ladepunkt“, erläutert Knuth. Backend und Billing System kommen von den Berliner Startups  Ebee Smart Technologies GmbH und  PlugSurfing GmbH Knuth fasst zusammen: „Im Einkauf liegt der Segen.“

„Im Einkauf liegt der Segen.“

„Unkonventionell“ beschreibt die Vorgehensweise der EUGEBAU bei ihren zahlreichen erfolgreichen Projekten wohl am treffendsten. Der Erfolg in seiner bisher zehnjährigen Tätigkeit in Euskirchen gibt Geschäftsführer Oliver Knuth Recht.

 

 

Elektromobilität in einer Wohnungsgenossenschaft

Als die Wohnungsgenossenschaft Viersen (GWG) ihre Klimaschutzsiedlung mit 48 barrierefreien Mietwohnungen im Passivhaus-Standard in die Realität umsetzte wurde schnell klar, dass auch Elektromobilität ein Teil des gesamtheitlichen Konzepts werden sollte. Nun ist der erste Schritt mit dem vollelektrischen Nachbarschaftsauto gemacht.
Im Rahmen unseres Formats „Best Practice Elektromobilität in der Wohnungswirtschaft“ erläutert GWG-Geschäftsführer Heinz Fels den Weg dorthin – und wie man als Unternehmen der Wohnungswirtschaft aus der Berücksichtigung von Elektromobilität Vorteile für zukünftige Vorhaben ziehen kann. Schauen Sie mal rein.

 

 

Elektromobilität im Immobiliengewerbe

Die Eventlocation "VillaMedia" besitzt gleich sechs Ladestationen, die sowohl vom eigenen Fuhrpark als auch von den Gästen genutzt werden können. Die Abrechnung erfolgt durch einen externen Partner (Allego), der auch den Aufbau übernahm. Durch die inzwischen jahrelange Erfahrung im Bereich Elektromobilität hat Herr Heynkes auch gleich noch einen Ratschlag: "Eigentlich muss heute jeder Hotelbetrieb und jede Gaststätte eine Lademöglichkeit haben. Ohne diese steht man sonst schnell auf der schwarzen Liste alle E-Mobilisten."
Je nach Größe des Betriebes reichen bereits wenige Ladepunkte, um das zu verhindern. Bei größeren Hotels würden Anbieter mit einem Rund-um-sorglos-Service "zu sehr fairen Preisen" unterstützen.

 

 

Elektromobilität im Gastgewerbe

Vor den Toren Wesels, direkt an der Bundesstraße B8, liegt das Restaurant Lippeschlößchen. Als zusätzlichen Service wird hier den Gästen, die häufig mit dem Pedelec anreisen, die Möglichkeit angeboten, während des Aufenthalts kostenlos Strom nachzuladen.
Bereits seit fünf Jahren besteht die Ladestation, die direkt vor Ort von einem effizienten, emissionsarmen Blockheizkraftwerk (BHKW) mit Strom versorgt wird. Hier können sowohl E-Fahrräder als auch E-Autos mit Strom für die Weiterfahrt versorgt werden. Die Resonanz ist überwältigend und die Außenwirkung damit effektiver als jede konventionelle Werbung. Dieses Restaurant steht auf keiner schwarzen Liste mehr.

 

 

Elektromobilität im Taxigewerbe

Die oft zitierte „Reichweiten-Angst“ muss wohl passé sein, wenn nun auch Taxi-Unternehmen elektrisch unterwegs sind – und keineswegs mit einem Hybridfahrzeug sondern einem vollelektrischen Kia Soul EV.

Blitz-Taxi im ländlichen Beckum - rund 50 Kilometer von Münster entfernt – setzt den Wagen seit einem halben Jahr ein und ist genau so zufrieden, wie die Kundinnen und Kunden, die das Fahrzeug mittlerweile schon gezielt zu rufen versuchen.

ElektroMobilität NRW hat mit Mitarbeiter Christian Wohlrab gesprochen, der die Erfahrungen des Unternehmens mit der Elektromobilität im Video-Interview schildert – von den ersten Überlegungen bis zu den Plänen für die Zukunft.

 

 


 

 

Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB)

Acht Elektro-Busse der Linie 133 rollen seit dem 3. Dezember vergangenen Jahres geräuscharm durch Köln. Die Anschaffung der Busse kostete 5,6 Millionen Euro. Dadurch wird der CO2-Austoß um rund 520 Tonnen im Jahr reduziert. Bis 2021 steht die erste Ausbaustufe der E-Mobilität im Busverkehr an: Bis dahin sollen sechs weitere Linien umgestellt werden.

Nach zehn Monaten Testbetrieb rollen die Busse zwischen dem Breslauer Platz am Kölner Hauptbahnhof und dem Südfriedhof in Zollstock leise und schadstofffrei durch Köln. Acht batteriebetriebene Gelenkbusse übernehmen dort den regulären, täglichen Liniendienst auf der sieben Kilometer langen Strecke. Die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) werden so zu einem Vorreiter in Nordrhein-Westfalen, vor allem in Hinblick auf einen Beitrag zur Verbesserung der Luftqualität in Innenstädten. Langfristig hat sich Köln das Ziel gesetzt, weite Teile der Flotte von Diesel auf Strom aus regenerativen Energiequellen umzustellen. Bereits im Februar dieses Jahres entschied das Unternehmen, bis 2021 sechs weitere Bus-Linien auf den E-Bus-Betrieb umzustellen. Hierfür werden etwa 50 Solo- bzw. Gelenkbusse mit Batterie angeschafft.

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Die CO2-Bilanz kann sich sehen lassen: Die KVB kommt insgesamt auf einen CO2-Ausstoß von rund 26 Gramm je Fahrgast-Kilometer. Laut DEKRA stößt ein Kleinwagen mit einem Verbrauch von 5,9 Litern Benzin auf 100 Kilometer dagegen bereits rund 117 Gramm CO2 je Personen-Kilometer aus. Die E-Busse bieten, genauso wie die konventionellen Gelenkbusse der KVB, den Fahrgästen 43 Sitz- und 82 Stehplätze. Sie besitzen drei Türen und sind durchgängig barrierefrei. Die Fahrgäste profitieren insbesondere davon, dass die E-Busse wesentlich leiser sind als Busse mit Verbrennungsmotor. Das erhöht den Fahrkomfort deutlich und wurde bereits in der Testphase von den Fahrgästen honoriert. Im Stadtbild fallen E-Busse des Herstellers VDL durch ihr typisches Außendesign auf, das sich von den Bussen anderer Hersteller unterscheidet.

Fördermittel vom Land NRW sorgen für sauberere Luft

Der Erwerb der acht E-Busse kostete 5,6 Millionen Euro. Ein einzelner batteriebetriebener Gelenkbus kostet 696.000 Euro; zum Vergleich: Ein herkömmlicher Gelenkbus mit Dieselantrieb kostet rund 300.000 Euro. Hinzu kamen Kosten zur Anpassung der Infrastruktur in der Werkstatt und wissenschaftliche Beraterleistung. Die Investition für die Linie 133 war nur möglich, weil das Land Nordrhein-Westfalen das Projekt mit einer Förderung von 1,92 Millionen Euro unterstützt hat.

Vor der Umstellung der Linie 133 wurden die E-Busse und ihr Einsatz auf dem konkreten Linienweg ausgiebig getestet. Im mehrstufigen, rund zehn Monate andauernden, Testprogramm stand zunächst die fehlerfreie Herstellung und Zuverlässigkeit der Fahrzeuge auf dem Prüfstand. Im Anschluss wurden die E-Busse auf dem Linienweg eingesetzt.

Die RheinEnergie ist ein wesentlicher Partner im E-Bus-Projekt. Die Konzernschwester der KVB hat den Aufbau und den Betrieb der Ladeinfrastruktur zur Versorgung der E-Busse mit elektrischer Energie übernommen. Das Projekt ist der Einstieg der RheinEnergie in die DC-Schnellladetechnik mit Leistungen von 50 bis 240 Kilowatt (kW). Auch die Ladeinfrastruktur der RheinEnergie hatte alle Tests erfolgreich bestanden. Das Projekt ist auf eine relativ lange Laufzeit, mit intensivem Test der Bustechnik und der örtlichen Betriebsumgebung, ausgelegt und bisher fahren die acht E-Busse reibungslos im täglichen Liniendienst.

Dieser Text ist eine gekürzte Fassung eines Textes von der EnergieAgentur.NRW. Lesen Sie den vollständigen Text hier.

 

 

Dortmund setzt auf Elektromobilität

Dortmund ist bei der Elektromobilität in NRW ganz weit vorn

Optimale Zusammenarbeit aller Beteiligten

Dortmund ist in Nordrhein-Westfalen in Sachen Elektromobilität sehr gut aufgestellt. Hauptgrund dafür ist die sehr gute Zusammenarbeit aller maßgeblichen Akteure, die notwendig sind, um bestehende Hürden zu überwinden und Innovationen – wider anfängliche Schwierigkeiten – offen entgegen zu treten.

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Stadt – Hochschulen – Bürgerinnen und Bürger gemeinsam

Eine wichtige Schnittstelle dieser Kooperation ist Kurt Pommerenke. Er zeichnet als Projektmanager Energie & Umwelt bei der Wirtschaftsförderung Dortmund für die Geschäftsstelle Masterplan Energiewende sowie die Geschäftsstelle Lenkungskreis Elektromobilität verantwortlich. „Dortmund hat schon sehr lange eine Affinität zur Elektromobilität – über 100 Jahre“, sagt Pommerenke mit einem Augenzwinkern. Gemeint sind die Straßenbahnen, die bereits so lange durch die Stadt fahren.

Großes bürgerschaftliches Engagement und Unterstützung durch die Politik

Ein Grundpfeiler des hiesigen Erfolgs der Elektromobilität sei das gute bürgerschaftliche Engagement. Den Anfang machte ISOR, die Initiative Solarmobil Ruhr e. V. „Es war das Verdienst des damaligen ISOR-Vorsitzenden, Herrn Petrusch, dass das Thema Elektromobilität damals hier in Dortmund angeschoben wurde“, erinnert sich Kurt Pommerenke. Das war bereits 1989. Als die Bundesregierung 2008 beschloss, die Elektromobilität in großem Stil zu fördern, war das die Initialzündung. „Die Hochschulen haben sich damals bereits damit beschäftigt.“

Ein Oberbürgermeister mit Klimaschutz- und Stadtplaner-Hintergrund

„Als weiterer Glücksfall kam dazu, dass wir mit unserem jetzigen Oberbürgermeister Herrn Sierau einen international denkenden Raumplaner haben, der  neben anderen Themen den Klimaschutz, die Nachhaltigkeit oder die Bürgerbeteiligung eine große Bedeutung beimisst.“ Ullrich Sierau war vor seiner Wahl zum Stadtoberhaupt u. a. Direktor des Instituts für Landes- und Stadtentwicklungsforschung des Landes Nordrhein-Westfalen (ILS) in Dortmund und wurde dann Umwelt- und Planungsdezernent der Stadt Dortmund. Bei seinem letzten Wahlkampf nutzte er – konsequent und werbewirksam – ein Elektro-Auto. Auf dieser Basis verläuft die Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten bis heute äußerst fruchtbar und reibungslos. „Auch die Lokalpresse berichtet wohlwollend“, ergänzt Pommerenke.

Engagierte Hochschulen und Aktivitäten auf Landes-Ebene

Parallel zu diesen positiven Entwicklungen nahm die Wirtschaftsförderung Kontakt zu den Hochschulen auf. „Eine unserer damaligen Hauptaufgaben war das Technologie-Scouting“, erklärt Pommerenke. Als ein Ergebnis dieser Bemühungen kooperierten die TU Dortmund und die damalige RWE eng bei der Durchführung mehrerer Elektromobilitätsprojekte, die mit hohen Summen gefördert wurden. Auch die Fachhochschule nahm sich des Themenkomplexes Elektromobilität an. Diesen Prozess begleitend brachte man sich früh auf Landes-Ebene in Gremien rund um die Elektromobilität ein. „Ein wichtiger, unterstützender Faktor war und ist die Tatsache, dass der Klimaschutz in Dortmund von großer Bedeutung ist. Die Stadt hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, ihren CO2-Ausstoß 2020 um 40% im Vergleich zu 1990 zu reduzieren.“

Zentrales Gremium Lenkungskreis und stetiger Ausbau der Lade-Infrastruktur

Mit dem Lenkungskreis Elektromobilität existiert in Dortmund ein klar definierter Ansprechpartner für alle Fragen rund um die Elektromobilität, in dem Spezialisten für jeden einzelnen Bereich vertreten sind und in dem gemeinsam Ideen zum Thema entwickelt werden. Dortmund hat die Zahl seiner Ladepunkte von 2009 bis heute auf rund 200 verzehnfacht und die PKW-Flotte der Stadt wird Stück für Stück weiter elektrifiziert. „Ich sehe die Zukunft der Elektromobilität optimistisch“, schließt Kurt Pommerenke. „Es wird ein paar Jahre länger dauern, aber es ist eine langsame Steigerung festzustellen. Wir befinden uns am Beginn des Markthochlaufs.“ Zunehmende Probleme mit der Luftreinhaltung könnten der Elektromobilität einen zusätzlichen Aufschwung bescheren. „Einen weiteren richtigen Schub wird´s dann geben, wenn wir zum Autonomen Fahren kommen.“

 

 


 

 

Elektromobilität in der Forschung & Entwicklung

Fab4Lib: Erforschung von Maßnahmen zur Steigerung der Material- und Prozesseffizienz in der Lithium-Ionen-Batteriezellproduktion über die gesamte Wertschöpfungskette

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„Das Projekt hat ein ehrgeiziges Ziel: Eine konkurrenzfähige Produktionseinheit mit einer Produktionskapazität von circa 6 GWh p.a. Diese Einheit kann zukünftig dort modular und vielfach aufgebaut werden, wo die entsprechende Kapazität benötigt wird.

In elf Arbeitspaketen, die jeweils von einem der Partner geleitet und in Teams bearbeitet werden, stehen unter anderem Themen wie energieautonome Infrastruktur, Zelldesign, innovative Produktionsprozesse und Materialien, Industrie 4.0 oder Recyclingstrategien im Fokus. Das Vorhaben wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter dem Förderkennzeichen 03XP0142 mit insgesamt 5,5 Mio. € gefördert. Damit wird die Grundlage für den Aufbau einer Großserienfertigung von Li-Ionenzellen in Deutschland geschaffen.“

Weitere Informationen zum Projekt.

Zuwendungsgeber:Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Projektträger:Forschungszentrum Jülich GmbH (PT-J)
Förderkennzeichen:03XP0142
Projektlaufzeit:01.01.2018 - 30.06.2019
Bewilligte Summe:5.482.100,00€
Projektvolumen:12,1 Mio €
Zuwendungsempfänger:

TerraE Holding GmbH, StreetScooter GmbH, BMZ Batterien-Montage-Zentrum GmbH, SGL Group, Umicore AG & Co. KG, Custom Cells Itzehoe GmbH, Litarion GmbH, M+W Group GmbH, Manz AG, Siemens Aktiengesellschaft, thyssenkrupp System Engineering GmbH, MEET Batterieforschungszentrum der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, Chair of Production Engineering of E-Mobility Components (PEM) der Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (RWTH), Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW), Öko-Institut – Institut für angewandte Ökologie e.V. und die assoziierten Partner Solvay Fluor GmbH, Leclanché GmbH und H&T Battery Components Group.

 

 

UNICARagil: Disruptive modulare Architektur für agile, autonome Fahrzeugkonzepte

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„Ziel des Projekts UNICARagil ist die Entwicklung autonomer und elektrischer Fahrzeugmodelle für konkrete Anwendungen. Die Federführung des Verbundprojekts hat die Hochschule RWTH Aachen.

Bis 2022 sollen emissionsfreie und fahrerlose Fahrzeuge mit modularem Aufbau für vier konkrete Anwendungsfälle in Logistik und Personentransport entwickelt werden. Im Projekt werden dabei die neuesten Forschungserkenntnisse zum automatisierten vernetzen Fahren und zur Elektromobilität gebündelt. Die Fahrzeuge sollen vielseitig nutzbar, effizient, komfortabel und sicher sein. Am Ende des Projekts werden die neuen Fahrzeuge auf öffentlichen Testfeldern in Deutschland erprobt.“

Weitere Informationen zum Projekt.

Interview mit Projekt Gesamtkoordinator Univ.-Prof. Dr. Lutz Eckstein

Univ.-Prof. Dr. Lutz Eckstein ist der Direktor des Instituts für Kraftfahrzeuge (ika) der RWTH Aachen und der Gesamt-Koordinator des Projekts UNICARagil.
Wir haben mit ihm über das Vorhaben gesprochen.
Den ausführlichen Artikel finden Sie hier.

Zuwendungsgeber:Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Projektträger:Forschungszentrum Jülich GmbH (PT-J)
Förderkennzeichen:16EMO0284 - 16EMO0296
Projektlaufzeit:01.02.2018 - 31.01.2022
Projektvolumen:23,3 Mio. € (davon 94 % Förderanteil durch BMBF)
Zuwendungsempfänger:

Ika - RWTH Aachen, TU Braunschweig, TU Darmstadt, Karlsruher Institut für Technologie, TU München, Universität Stuttgart, Universität Ulm, ATLATEC GmbH, flyXdrive GmbH, iMAR Navigation GmbH, IPG Automotive GmbH, Schaeffler Technologies AG & Co. KG und VIRES Simulationstechnologie GmbH.

 

 

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