Unternehmen & Kommunen

Auch Nutzfahrzeuge können elektrisch

Elektro- oder Hybridfahrzeuge eignen sich gut für städtische Aufgaben wie z. B. Müllsammlung, Kurierfahrten oder Landschaftspflege. Insbesondere bei der hohen Anzahl von Stopps und Starts kann viel Energie eingespart werden. Die Fahrzeuge stoßen lokal fast keine Schadstoffe aus und sind extrem leise.

Die sogenannten Wirtschaftsverkehre – also Handwerker und Lieferdienste – machen rund ein Drittel des Verkehrs in Städten aus. Hier besteht ein großes Potenzial zur Luftverbesserung und Lärmminderung. Die Routen von Paketbote, Klempner oder Pflegedienst eignen sich ideal für Elektrofahrzeuge. Auch den Image-Faktor als innovatives Unternehmen, das mit umweltbewusster Mobilität unterwegs ist,sollten solche Dienstleister nicht unterschätzen.

In der täglichen Nutzung sind die Elektrofahrzeuge durch geringere Betriebskosten attraktiv. Größtes Hemmnis sind heute noch die hohen Anschaffungskosten, aber auch hier gibt es Förderprogramme oder die Möglichkeit für die Betriebe, Sonderabschreibungen vorzunehmen.

Wichtige Informationen haben wir auf unserer Interne Seite für Sie zusammengefasst, wenn Sie weitere Fragen haben, sprechen Sie uns einfach an.

 

 

Veranstaltungen

· Warstein

1. Südwestfälischer Elektromobilitätstag
Am 25. September findet in Warstein der 1. Südwestfälische Elektromobilitätstag statt.

· Wuppertal

1. Deutsch-Chinesischer Automobilkongress
Der Automobilkongress ist die innovative Kommunikationsplattform für den unternehmerischen Erfahrungsaustausch zwischen Deutschland und China.

· Frankfurt am Main

4. Deutscher Mobilitätskongress
Vom 4.-6. Oktober findet in Frankfurt am Main der 4. Deutsche Mobilitätskongress statt.

Dortmund setzt auf Elektromobilität

Dortmund ist bei der Elektromobilität in NRW ganz weit vorn

Optimale Zusammenarbeit aller Beteiligten

Dortmund ist in Nordrhein-Westfalen in Sachen Elektromobilität sehr gut aufgestellt. Hauptgrund dafür ist die sehr gute Zusammenarbeit aller maßgeblichen Akteure, die notwendig sind, um bestehende Hürden zu überwinden und Innovationen – wider anfängliche Schwierigkeiten – offen entgegen zu treten.

Stadt – Hochschulen – Bürgerinnen und Bürger gemeinsam

Eine wichtige Schnittstelle dieser Kooperation ist Kurt Pommerenke. Er zeichnet als Projektmanager Energie & Umwelt bei der Wirtschaftsförderung Dortmund für die Geschäftsstelle Masterplan Energiewende sowie die Geschäftsstelle Lenkungskreis Elektromobilität verantwortlich. „Dortmund hat schon sehr lange eine Affinität zur Elektromobilität – über 100 Jahre“, sagt Pommerenke mit einem Augenzwinkern. Gemeint sind die Straßenbahnen, die bereits so lange durch die Stadt fahren.

Großes bürgerschaftliches Engagement und Unterstützung durch die Politik

Ein Grundpfeiler des hiesigen Erfolgs der Elektromobilität sei das gute bürgerschaftliche Engagement. Den Anfang machte ISOR, die Initiative Solarmobil Ruhr e. V. „Es war das Verdienst des damaligen ISOR-Vorsitzenden, Herrn Petrusch, dass das Thema Elektromobilität damals hier in Dortmund angeschoben wurde“, erinnert sich Kurt Pommerenke. Das war bereits 1989. Als die Bundesregierung 2008 beschloss, die Elektromobilität in großem Stil zu fördern, war das die Initialzündung. „Die Hochschulen haben sich damals bereits damit beschäftigt.“

Ein Oberbürgermeister mit Klimaschutz- und Stadtplaner-Hintergrund

„Als weiterer Glücksfall kam dazu, dass wir mit unserem jetzigen Oberbürgermeister Herrn Sierau einen international denkenden Raumplaner haben, der  neben anderen Themen den Klimaschutz, die Nachhaltigkeit oder die Bürgerbeteiligung eine große Bedeutung beimisst.“ Ullrich Sierau war vor seiner Wahl zum Stadtoberhaupt u. a. Direktor des Instituts für Landes- und Stadtentwicklungsforschung des Landes Nordrhein-Westfalen (ILS) in Dortmund und wurde dann Umwelt- und Planungsdezernent der Stadt Dortmund. Bei seinem letzten Wahlkampf nutzte er – konsequent und werbewirksam – ein Elektro-Auto. Auf dieser Basis verläuft die Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten bis heute äußerst fruchtbar und reibungslos. „Auch die Lokalpresse berichtet wohlwollend“, ergänzt Pommerenke.

Engagierte Hochschulen und Aktivitäten auf Landes-Ebene

Parallel zu diesen positiven Entwicklungen nahm die Wirtschaftsförderung Kontakt zu den Hochschulen auf. „Eine unserer damaligen Hauptaufgaben war das Technologie-Scouting“, erklärt Pommerenke. Als ein Ergebnis dieser Bemühungen kooperierten die TU Dortmund und die damalige RWE eng bei der Durchführung mehrerer Elektromobilitätsprojekte, die mit hohen Summen gefördert wurden. Auch die Fachhochschule nahm sich des Themenkomplexes Elektromobilität an. Diesen Prozess begleitend brachte man sich früh auf Landes-Ebene in Gremien rund um die Elektromobilität ein. „Ein wichtiger, unterstützender Faktor war und ist die Tatsache, dass der Klimaschutz in Dortmund von großer Bedeutung ist. Die Stadt hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, ihren CO2-Ausstoß 2020 um 40% im Vergleich zu 1990 zu reduzieren.“

Zentrales Gremium Lenkungskreis und stetiger Ausbau der Lade-Infrastruktur

Mit dem Lenkungskreis Elektromobilität existiert in Dortmund ein klar definierter Ansprechpartner für alle Fragen rund um die Elektromobilität, in dem Spezialisten für jeden einzelnen Bereich vertreten sind und in dem gemeinsam Ideen zum Thema entwickelt werden. Dortmund hat die Zahl seiner Ladepunkte von 2009 bis heute auf rund 200 verzehnfacht und die PKW-Flotte der Stadt wird Stück für Stück weiter elektrifiziert. „Ich sehe die Zukunft der Elektromobilität optimistisch“, schließt Kurt Pommerenke. „Es wird ein paar Jahre länger dauern, aber es ist eine langsame Steigerung festzustellen. Wir befinden uns am Beginn des Markthochlaufs.“ Zunehmende Probleme mit der Luftreinhaltung könnten der Elektromobilität einen zusätzlichen Aufschwung bescheren. „Einen weiteren richtigen Schub wird´s dann geben, wenn wir zum Autonomen Fahren kommen.“