NRW wird elektrisch

NRW ist Verkehrsland und Elektromobilitätsland – heute und zukünftig.

Die Metropolregion Rhein-Ruhr ist mit 12 Millionen Einwohnern einer der größten Ballungsräume Europas und exemplarisch für Megacitys oder megaurbane Räume der Zukunft. Namhafte Fahrzeughersteller und eine Vielzahl mittelständischer Zulieferer sind in NRW ansässig und insgesamt über 80.000 direkt Beschäftigte in der Automobilindustrie tätig. Als Standort zahlreicher Energieversorgungsunternehmen ist Nordrhein-Westfalen ebenfalls ein bedeutendes Energieland.

Viele Menschen, starke Wirtschaft, Forschung & Entwicklung

An zahlreichen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und in forschenden Unternehmen wird an der elektromobilen Infrastruktur, dem Netzausbau, Fragen zu Batterietechnik und an neuen Fahrzeugkonzepten gearbeitet. NRW hat durch diese Kombination seiner Eigenschaften - seine urbane Struktur und die breite Forschungs- und Hochschullandschaft - optimale Voraussetzungen, um in der Elektromobilität zukünftig eine immer wichtigere Rolle zu spielen.

Nordrhein-Westfalen hat das politische Ziel, Vorreiter in Sachen Elektromobilität zu sein. Ein Viertel der bundesweit zugelassenen Elektrofahrzeuge sollen hierzulande fahren, und ein Großteil der relevanten Systeme und Komponenten soll am Wirtschaftsstandort Nordrhein-Westfalen produziert werden. NRW legt als einwohnerstärkstes Bundesland den Fokus dabei auf nachhaltige Entwicklung und verfolgt einen technologieoffenen Ansatz.

Grundstein bereits 2009 gelegt

Bereits 2009 legte ein Expertengremium mit dem Masterplan Elektromobilität NRW den Grundstein für die Strategie des Landes. 2014 wurde der Masterplan Elektromobilität aktualisiert. Die Handlungsempfehlungen umfassen die Themen: Rahmenbedingungen, Systeminnovation sowie Forschung & Entwicklung mit den Schwerpunkten Fahrzeuge, Batterien sowie Infrastruktur & Netze.


NRW Strategie

Die Landesregierung ist sich des Potenzials der Elektromobilität als Klima schonende Mobilität der Zukunft bewusst und fördert sie bereits seit vielen Jahren.

Kleines E-Auto tankt an Ladesäule in einem Park.

Der aktuelle Koalitionsvertrag in Nordrhein-Westfalen definiert die Elektromobilität als Thema, dem die Landesregierung Bedeutung beimisst. Die Elektromobilität soll entlang der Wertschöpfungskette und den infrastrukturellen Erfordernissen unterstützt werden. Ziel ist der Ausbau der Elektromobilität in Verbindung mit Erneuerbaren Energien gemeinsam mit der Wirtschaft, der Wissenschaft und den Kommunen voranbringen.

Koalitionsvertrag definiert Elektromobilität als wichtiges Thema

ElektroMobilität NRW bündelt die diesbezüglichen Aktivitäten im Auftrag der Landesregierung und ist der erste Ansprechpartner für Elektromobilität in Nordrhein-Westfalen. ElektroMobilität NRW informiert und berät alle Interessierten in NRW zu Fördermöglichkeiten und über die Beschaffung von Fahrzeugen und Lade-Infrastruktur unterstützt Kommunen und Unternehmen bei ihren Überlegungen zur Elektromobilität wie z. B. der Elektrifizierung ihrer Flotten.

Marktentwicklung in NRW: Zahlen und Fakten

Im Jahr 2016 wurden in Nordrhein-Westfalen 1.814 rein batteriebetriebene Elektrofahrzeuge (BEV) neu zugelassen. In ganz Deutschland wurden im selben Zeitraum 11.410 BEV neu zugelassen. Seit 2009 liegt die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate bei den Neuzulassungen von BEV in NRW bei 56% und somit unter dem Bundesdurchschnitt von 84%.

2015 wies Nordrhein-Westfalen einen Bestand von 4.163 BEV auf. Die Steigerungsrate beträgt seit 2008 durchschnittlich rund 50% pro Jahr. Auf Bundesebene lag der Bestand 2015 bei 25.502 BEV. Die durchschnittliche Wachstumsrate seit 2008 ist dabei mit 55% beinahe identisch mit der in NRW. Die Bestandszahlen für 2016 sind mittlerweile veröffentlicht. Sie haben sich mit 5.900 BEV in NRW und 34.022 BEV bundesweit positiv weiterentwickelt. Die durchschnittliche jährliche Wachstunsrate hat jedoch an Dynamik verloren. 

Im Jahr 2016 wurden in Deutschland insgesamt 47.996 Hybridfahrzeuge neu zugelassen. PHEV kamen dabei auf 13.744 Neuzulassungen. Dies entspricht einem Anteil von ca. 29%. Eine ähnliche Relation wird auch für NRW abgeschätzt - ausgehend von 9.966 neu zugelassenen Hybridfahrzeugen.

Nordrhein-Westfalen rangiert sowohl bei den Neuzulassungen im Jahr 2016 als auch beim Bestand rein batteriebetriebener Elektrofahrzeuge zum 1.1.2016 unter den Top 3 der deutschen Bundesländer. Im Jahr 2016 verzeichneten nur Baden-Württemberg und Bayern mehr Neuzulassungen als NRW. Der Anteil der BEV an den gesamten Neuzulassungen ist allerdings weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Bayern (2015 : 0,34%) und Baden-Württemberg konnten im Gesamtjahr 2016 ihren Anteil geringfügig erhöhen,NRW (2015: 0,29%) hatte einen leichten Rückgang zu verzeichnen.

In Nordrhein-Westfalen wird bereits seit der Konzeption des ersten Masterplans Elektromobilität NRW in 2009 hinsichtlich der Elektrofahrzeuge ein offener und herstellerunabhängiger Ansatz verfolgt. Dabei wurden alle Fahrzeughersteller seitens der zuständigen Landesstellen frühzeitig mit in die Planungen zum Markthochlauf von Elektrofahrzeugen einbezogen. Dies zeigt sich hierzulande deutlich an der Vielzahl der rein batteriebetriebenen Elektrofahrzeuge, die z.B. in der Modellregion Rhein-Ruhr auf den Straßen unterwegs sind. Die Auswertung der Neuzulassungen von Elektrofahrzeugen zeigt, dass in NRW Fahrzeuge verschiedener Hersteller aus unterschiedlichen Ländern stark am Markt konkurrieren.

Die NRW-Statistik der Neuzulassungen auf Modellebene liegt derzeit noch nicht vor. Im Jahr 2015 war das Modell Nissan Leaf das am meisten verkaufte Elektrofahrzeug in NRW, gefolgt vom Renault Zoe, der im Jahr 2014 noch auf Platz 3 hinter dem Elektro-Smart rangierte. Tesla belegte mit seinem Modell S den dritten Platz.

Zu den TOP 3-Modellen auf Bundesebene (hier liegt die aktuelle Statistik 2016 bereits vor) zählten neben dem BMW i3, der Renault Zoe sowie Tesla mit dem Modell S.

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