Steckbrief
Förderkennzeichen:EM 1012
Konsortialführer:Universität Duisburg-Essen, Lehrstuhl für Allgemeine BWL und Internationales Automobilmanagement
Fördergeber:Land NRW, EFRE
Projekttäger:ETN
Wettbewerb, Förderaufruf:ElektroMobil.NRW 2009
Laufzeit:August 2010 – November 2013
Fördersumme:0,3 Mio. EUR

Veränderte Geschäftsmodelle im Übergang zur Elektromobilität

Prognosen zur Entwicklung der Elektromobilität erwarten mittelfristig ein Nebeneinander von konventioneller ICE-Antriebstechnologie und Elektroantrieb. Die Herausforderung für OEM, Zulieferer und automobile Dienstleister besteht darin, diesen Übergang zur Elektromobilität aktiv zu gestalten. Es reicht nicht aus, lediglich in die technische Entwicklung zu investieren und unverändert an alten Konzepten fest zu halten. Deutschland und NRW stehen im globalen Wettlauf um neue Fahrzeug- und Mobilitätskonzepte. Sie können nur dann Standards im Übergang zu den neuen Technologien setzen, wenn auch die Wertschöpfung im Land bleibt.

Ziel des Projektes „Veränderte Geschäftsmodelle im Übergang zur Elektromobilität“ ist die wirtschaftliche Nutzung der neuen Technologien in NRW für NRW – aufgeteilt in zwei Teilziele:

  • Untersuchungen zur Gestaltung neuer Geschäftsmodelle für Hersteller, Zulieferer und Dienstleister. Sie beruhen auf Forschungen zum Management der horizontalen Kompetenzentwicklung und zu Wertschöpfungsketten.
  • Begründung der Entscheidungen auf dem Weg zur Elektromobilität, da im Zeitraum des Übergangs zur Elektromobilität – d.h. die kommenden 20 bis 30 Jahre – gleichzeitig neue Kompetenzen in der Elektromobilität entwickelt und Kompetenzen in der traditionellen Technologie optimiert werden müssen.

Im Rahmen des Projektes werden die Einschätzungen von etwa 80 Senior-Managern (OEM, Zulieferer und Dienstleister) ermittelt. Hierbei werden potenzielle Entscheidungen unter Vorgabe verschiedener Szenarien bis zum Jahre 2021 simuliert.

Folgende Aspekte stehen im Zentrum der empirischen Erhebung:

  • die Allokationen begrenzter finanzieller und personeller Ressourcen
  • die strategische Ausrichtung der Unternehmen
  • die Wertarchitektur der Unternehmen
  • der Aufbau von Kompetenzen
  • die organisatorische Umsetzung von neuen Geschäftsmodellen.

Die Ergebnisse werden in

  • die Praxis (Workshops mit Unternehmen, Vorträge auf Branchenkongressen),
  • in die Forschung (Artikel in renommierten wissenschaftlichen Zeitschriften, Vorträge) und
  • in die Lehre (Fallstudien und Seminare) getragen und unterstützen somit die Stärkung des Wissenschafts- und Wirtschaftsstandorts NRW.

Projektpartner

Universität Duisburg-Essen, Lehrstuhl für Allgemeine BWL und Internationales Automobilmanagement (Konsortialführer)