E-Mobil in der Fußgängerzone.
© Universität Duisburg-Essen
Förderkennzeichen:03EM0606
Konsortialführer:Universität Duisburg-Essen, Lehrstuhl A-BWL und Automobilwirtschaft
Fördergeber:BMVI
Projekttäger:PTJ
Wettbewerb, Förderaufruf:Modellregion Elektromobilität Rhein-Ruhr (Phase II)
Laufzeit:September 2012 – Oktober 2014
Fördersumme:1,1 Mio EUR

Ziel von RUHRAUTOe I war es, mit anfangs 30 Elektrofahrzeugen in Essen und Bottrop ein Carsharing-Netz zu errichten, das den Bürgerinnen und Bürgern einen ersten Berührungspunkt mit den Themen Elektromobilität und Multimodalität bietet. Zudem sollte das Carsharing-Netz optimal in das bestehende Mobilitätsangebot in der Region Ruhr integriert werden.

Durch den Projektpartner VRR war es möglich, diverse Schnittstellen mit dem ÖPNV zu identifizieren und umzusetzen. So führte der VRR gemeinsam mit der D+S Automotive GmbH im Vor-feld eine umfassende Stationsanalyse durch, die sicherstellte, dass sämtliche Verleihstationen eine Anbindung an den ÖPNV besitzen. Weitere Maßnahmen zur Stärkung des intermodalen An-satzes waren die Freischaltung der elektronischen VRR-Tickets für die Nutzung der Carsharing-Fahrzeuge, die Integration von Projektinformationen in die Kommunikationskanäle des VRR, sowie die Einbindung der Kundencenter der Verkehrsunternehmen. Die Vivawest Wohnen GmbH verantwortete die dezentrale Komponente des Projekts und implementierte drei Verleihstationen in ihren Wohngebieten. Auf diese Weise konnten neben den VRR-Zeitfahrkarteninhabern auch die Mieter der VIVAWEST direkt angesprochen wer-den.

Das operative Geschäftsmodell wurde von der Drive-CarSharing GmbH, welche die langjährige Erfahrung im Bereich des Carsharings besitzt, umgesetzt. Durch Kooperationen mit  verschiedenen assoziierten Partnern, insbesondere einigen OEM, gelang es Drive-CarSharing GmbH, die Fahrzeuganzahl während der Projektlaufzeit zu verdoppeln. Weil auch die Erwartungen bei den Nutzerzahlen weit übertroffen wurden, wurde das Carsharing-Netz Schritt für Schritt auf weitere Ruhrgebietsstädte ausgeweitet. Zu Projektende gab es über 30 Verleihstationen in Essen, Bottrop, Gelsenkirchen, Bochum, Dortmund, Mülheim a. d. Ruhr, Oberhausen, Dinslaken und Duisburg. Ferner konnte die Universität Duisburg-Essen im Rahmen ihrer Begleitforschung wichtige Daten zur Akzeptanz des Konzepts sowie zur Fahrzyklenanalyse generieren. Im Oktober 2014 waren 1.750 Nutzer bei RUHRAUTOe registriert, die gemeinsam 400.000 Kilometer zurückgelegt haben. Diese Projektergebnisse bilden die Basis für eine zweite Phase, die in 2015 startete.

Weiter Informationen gibt es hier: www.ruhrautoe.de

Projektpartner

Universität Duisburg-Essen, Lehrstuhl A-BWL und Automobilwirtschaft (Konsortialführer)
Verkehrsverbund Rhein/Ruhr AöR (VRR)
Vivawest Wohnen GmbH
Drive-CarSharing GmbH
D+S Car Analysen UG