Mitarbeiterin des Deutschen Roten Kreuzes tankt ein E-Mobil.
© Deutsches Rotes Kreuz
Steckbrief
Förderkennzeichen:EM 2019
Konsortialführer:Deutsches Rotes Kreuz Bielefeld
Fördergeber:Land NRW, EFRE
Projekttäger:ETN
Wettbewerb, Förderaufruf:ElektroMobil.NRW 2010
Laufzeit:Februar 2013 – März 2015
Fördersumme:1,4 Mio. EUR

Pfleg!E-mobil - Elektromobilität in der ambulanten Pflege

Mit dem Projekt Pfleg!E-mobil wird das Ziel verfolgt, der Elektromobilität als einer zukunftsweisenden, da ressourcenschonenden und umweltfreundlichen Technologie zum Durchbruch zu verhelfen. Im Zentrum der Untersuchung steht ein sehr aussichtsreiches Vorhaben mit Modellcharakter, die teilweise Elektrifizierung einer ambulanten Pflegeflotte des DRK Bielefeld. Der Fokus ist gerichtet auf gewerbliche Flotten, das Einsatzgebiet, in dem die Mobilitätsanforderungen schon heute elektrisch gedeckt werden können. Der gewählte Fall, ein Pflegedienst, zeichnet sich nicht nur dadurch aus, dass die E-Autos auf Strecken mit sehr unterschiedlichen Profilen – kurze Touren im Stadtgebiet, aber auch Überlandtouren und Fahrten über die Stadtautobahn – eingesetzt werden, sondern auch dadurch, dass die E-Autos täglich mehrere Stunden gefahren werden. Im Kontext dieses Flotteneinsatzes werden empirische Daten in realen Nutzungssituationen erhoben und so die Voraussetzungen für die transdisziplinär angelegten Untersuchungen geschaffen, die folgende Fragen beantworten:

  • Wie kann die Batteriekapazität sowohl für die vorgesehenen Touren als auch im Rahmen von Systemdienstleistungen optimal genutzt werden?
  • Welches Geschäftsmodell (z.B. über das Anbieten von Systemdienstleistungen) erlaubt schon heute einen ökonomisch vorteilhaften Einsatz von E-Autos?
  • Welche ggf. auch unterbewussten Einordnungen zu E-Mobilität haben die Nutzer und wie verändern sich die Deutungen während des Flotteneinsatzes?

Durch die Forschungskooperation von Ingenieuren, Ökonomen sowie Soziologen und die Zusammenarbeit mit dem größten hiesigen Energiedienstleister, den Stadtwerken Bielefeld – die im Rahmen des Vorhabens einen Test der Bedienbarkeit und der Zuverlässigkeit von Ladesäulen im Langzeiteinsatz durchführen – wird erreicht, dass die Fragen nicht losgelöst voneinander, sondern integriert bearbeitet werden. Zudem wurde ein innovatives Untersuchungsdesign gewählt, das sich dadurch auszeichnet, dass auf der Basis geringer Fallzahlen verallgemeiner- und belastbare Ergebnisse erzielt werden. Die gewonnen Erkenntnisse werden veröffentlicht und den Praxis- und Transferpartnern, aber auch der Wirtschaft zur Verfügung gestellt. Insbesondere zwei Module zum Wissens- und Know-how-Transfer garantieren die umfassende Verbreitung und Nutzung der Ergebnisse. Fragen der einfachen und kostengünstigen Implementierung in die Elektroinstallation, der EMV, der IT-Sicherheit, der Standardisierung und der elektrizitätswirtschaftlichen Konformität werden berücksichtigt.

Projektpartner

Deutsches Rotes Kreuz Bielefeld (Konsortialführer)
Universität Paderborn
Universität Bielefeld
Fachhochschule Bielefeld
Stadtwerke Bielefeld
Ingenieurbüro small energies
Transporter Store
Lautlos OWL - Alternative Fahrzeugtechnologie
Wirtschafts- und Entwicklungsgesellschaft Bielefeld
Bielefelder Initiative für Zukunftsenergien und Energieeffizienz
Verkehrsclub Deutschland