Steckbrief
Förderkennzeichen:EM 1008
Konsortialführer:dSPACE GmbH
Fördergeber:Land NRW, EFRE
Projekttäger:ETN
Wettbewerb, Förderaufruf:ElektroMobil.NRW 2009
Laufzeit:November 2010 – Juli 2014
Fördersumme:1,7 Mio. EUR

Entwurfsumgebung E-Mobil - Simulationsgestützter Entwurf für Elektrofahrzeuge

Die Elektrifizierung des Antriebsstrangs bringt neue Herausforderungen in der Fahrzeugentwicklung: Steuergeräte und Regelalgorithmen werden komplexer, die Energieeffizienz muss optimiert werden und die Schnittstelle zum Stromnetz muss beachtet werden. Konventionell werden kosten- und zeitintensive Untersuchungen an Prüfständen und Prototypen notwendig, diese Kosten sind insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen sehr hoch.

Das Projekt entwickelt eine Entwurfsumgebung, die es ermöglicht, Tests und Experimente mit realen Testobjekten durch Experimente mit virtuellen (simulierten) Testobjekten zu ersetzen. So kann in einer frühen Phase der Entwurf überprüft, der Aufwand für Prototypen reduziert und die Wirtschaftlichkeit des Prozesses deutlich erhöht werden.

Hierzu werden elektromobilspezifische Regler entwickelt, zu einer AUTOSAR-Gesamtarchitektur integriert und ganzheitlich simuliert. (AUTomotive Open System ARchitecture ist eine Entwicklungspartnerschaft. Ziel von AUTOSAR ist es, den Austausch von Software auf verschiedenen Steuergeräten zu erleichtern). Die genutzte Entwurfsmethodik basiert auf der Zusammenarbeit des Funktionsentwicklers, des Systemarchitekten und des Testers. Der Entwickler erstellt das Verhalten der Regler und Umgebungsmodelle inklusive Implementierung. Der Architekt integriert die Funktionen und der Tester führt diese Architektur mit Hilfe einer Offline Simulation aus und analysiert die Ergebnisse. Im Projekt wird dies für verschiedene Regler und Umgebungsmodelle angewendet. Der Fokus liegt zum einen bei der Modellierung der Modelle und zum anderen bei den Werkzeugen der Entwurfsumgebung.

Die Vorverlagerung der Simulation in frühere Entwicklungsphasen ist ein entscheidender Unterschied zur heutigen Vorgehensweise, bei der in der Regel erst spät während der Entwicklung Steuergeräte-Prototypen oder Hardware-in-the-Loop Simulatoren zur Absicherung genutzt werden. Durch die Vorverlagerung lassen sich z.B. frühzeitig Konsistenztests durchführen oder Schnittstellen auf Plausibilität überprüfen, wodurch in erheblichem Maße Projektkosten reduziert werden können.

 

Weitere Information

Projektpartner

dSPACE GmbH (Konsortialführer)
Universität Paderborn
DMecS Developement of Mechatronic Systems GmbH & Co.KG

Schlagworte

FahrzeugkonzeptFahrzeugtechnikInformations- und Kommunikationstechnik (IKT)LeistungselektronikLand NRWEFRE