FAQ

Häufige Fragen rund um die Elektromobilität

Wo kann ich mir Elektrofahrzeuge ansehen und selbst ausprobieren?

Fast jeder große Autohersteller hat Elektrofahrzeuge im Programm. Rufen Sie einfach bei einem Autohaus in Ihrer Nähe an und machen einen Termin! Natürlich kann man Elektrofahrzeuge auch im Rahmen von CarSharing-Angeboten günstig zu testen. Pedelecs, werden mittlerweile von jedem Fahrradhändler angeboten und können dort Probe gefahren werden.

Wie viel kostet das Fahren mit dem Elektrofahrzeug?

Die Fahrt mit einem Elektrofahrzeug kostet im Vergleich mit einem Fahrzeug mit konventionellem Verbrennungsmotor ungefähr die Hälfte – also ca. 3–6 € pro 100 km statt über 10 €. Das ist natürlich abhängig von den jeweils aktuellen Strom-, Benzin- und Dieselpreisen.

Wie teuer ist die Nutzung eines Elektrofahrzeugs im Vergleich zu einem Diesel- oder Benzin-Fahrzeug?

Die Antwort auf die Frage gibt der sogenannte TCO-Rechner (Total Cost of Ownership).
Er berechnet die Gesamtkosten, die für das Elektrofahrzeug anfallen. Hierzu zählen die Kosten für die Anschaffung von Fahrzeug und Ladeinfrastruktur, Kraftstoff und Strom, Werkstattbesuche, Steuern und Versicherung, die Abschreibung für die Abnutzung sowie der Fahrzeugwert. Hier können Sie beispielhaft eine Kostenberechnung durchführen.

 

 

Kann ich ein Elektrofahrzeug bei mir zuhause laden?

Ja, denn grundsätzlich reicht zur Ladung ein normaler Schuko-Stecker. Wenn Sie eine Garage oder einen festen Stellplatz haben, empfiehlt es sich, eine sogenannte „Wall-Box“ installieren zu lassen. Damit kann man schneller laden, als über eine normale Steckdose. Eine solche Wall-Box kann auch intelligent in das Hausenergiesystem eingebunden werden, sodass das Auto z. B. durch die eigene Photovoltaik Anlage geladen wird.

Wie bezahle ich das Laden an öffentlichen Ladesäulen?

Viele Anbieter arbeiten mit sogenannten Ladekarten oder Smartphone-Apps. Mit der Karte bzw. der App werden die Ladesäulen freigeschaltet. Abgerechnet wird dann über eine Kundennummer. Außerdem kann man inzwischen an einigen Säulen auch per EC- oder Kreditkarte bezahlen. Einige große Einzelhandelsketten bieten inzwischen ihren Kunden kostenloses Laden als besonderen Service während des Einkaufs an.

Gibt es von öffentlicher Seite finanzielle Hilfe zum Kauf?

Ab sofort erhalten Käuferinnen und Käufer eines rein elektrisch betriebenen Fahrzeugs unter bestimmten Voraussetzungen einen Zuschuss von 4.000 €. Käufer eines neuen Hybridfahrzeugs mit unterstützendem Verbrennungsmotor erhalten unter bestimmten Voraussetzungen eine Kaufprämie von 3.000 € bis die insgesamt zur Verfügung stehenden 1,2 Mrd. € aufgebraucht sind. Die Käuferinnen und Käufer sind außerdem zehn Jahre lang von der Kfz-Steuer befreit. Wer sein Fahrzeug beim Arbeitgeber aufladen darf, kann dies nun steuerfrei tun kann. Die Tankfüllung muss nicht als geldwerter Vorteil versteuert werden. Arbeitgeber können den Aufbau von Ladestationen auf ihrem Betriebsgelände zudem über die Lohnsteuer bezuschussen lassen. In Ergänzung dazu gibt es z. T. lokale/kommunale Zuschüsse und Fördermöglichkeiten, z. B. durch die Energieversorger vor Ort. Unternehmen können ein zinsgünstiges Darlehen der NRWBank für Elektrofahrzeuge und die dazugehörige Lade-Infrastruktur erhalten.

Ist es ökologisch sinnvoll, ein Elektrofahrzeug zu fahren?

Der elektrische Antrieb hat von der Ladung der Batterie bis zum Vortrieb durch die Räder einen Wirkungsgrad von 60 bis 70 Prozent, während ein Verbrennungsantrieb vom Tank zum Rad bestenfalls 22 Prozent erreicht. Hinzu kommt, dass der Wirkungsgrad des Elektroantriebs fast unabhängig ist von Geschwindigkeit, Drehzahl und Verkehrssituation. Der Wirkungsgrad des Verbrennungsantriebs jedoch ist stark drehzahlabhängig und kann gerade im Stadtverkehr nochmal die Hälfte der Prozentpunkte einbüßen. An diesen Wirkungsgraden ist auch durch neue Technologien nicht viel zu ändern, da die physikalischen Grenzen eindeutig definiert sind. Demgegenüber sorgt aber der Ausbau Erneuerbarer Energien sehr schnell für eine deutlich bessere Gesamtbilanz beim Elektroantrieb - und das, ganz ohne das Zutun des Fahrers.

Wer schon einmal ein Elektrofahrzeug gefahren hat, ist in aller Regel von dem hohen Drehmoment des Elektromotors, das bei jeder Drehzahl sofort zur Verfügung steht, begeistert – keine Verzögerung, kein Schlupf, kein Schalten mehr. Und wenn es gerade nicht vorwärts geht, an der Ampel oder im Stau, verbraucht der Motor keine Energie. Noch besser: Beim Abbremsen oder bergab Fahren kann der Motor als Generator arbeiten, bremst das Fahrzeug sanft und lädt dabei die Batterie.

Kann die Batterie eines Elektrofahrzeugs recycelt werden?

Die heute in Elektroautos eingesetzten Batterien basieren alle auf der Lithium-Ionen-Technologie. Je nach Elektrodenmaterial variieren die Leistungs-/Energiedichte und die Lebensdauer. Die meisten Hersteller geben eine 5 bis 7-jährige Garantie auf die Batterie. Das heißt, dass zum Ende der Garantie noch mindestens 80 Prozent der Nominalkapazität nutzbar sein sollen. Sinkt die Kapazität unter diesen Wert, ist die Batterie im Sinne der mobilen Nutzung nicht mehr einsatzfähig.

Das bedeutet nicht, dass die Batterie damit wertlos wäre. Für den Einsatz in stationären Speichern, wo es auf Gewicht und Größe nicht so sehr ankommt, sind auch diese Batterien noch bestens geeignet. Die Traktionsbatterie erwartet also nach dem Einsatz im Auto ein „Second Life“ als Stationärspeicher.

Wenn schließlich auch das zweite Leben zu Ende geht, gehen die Batterien in das Recycling. Schon jetzt haben sich einige Unternehmen darauf spezialisiert, die wertvollen Rohstoffe aus alten Akkus zurückzugewinnen.