Elektrisch fahren ist effizient und fühlt sich gut an

Wer mit einem Elektrofahrzeug um die Ecke biegt, macht das leise und wird doch oft neugierig beobachtet. Es gibt immer noch viele Autofahrer, die noch nie Elektromobilität ausprobiert haben. Viele sind noch skeptisch: zu teuer, zu wenig Leistung, zu kurze Reichweite – diese Argumente hört man immer wieder.

Neue Technologien können und müssen Lösungen für diese Themen finden. Aber eines überrascht elektromobile Neulinge immer wieder: Elektrisch fahren macht neben allen guten Umweltschutzgründen auch einfach Spaß! Es bietet ein neues Fahrgefühl: Die schnelle Beschleunigung aus dem Stand aufgrund des auch bei niedrigen Drehzahlen bereits zur Verfügung stehenden hohen Anfahrmoments ist insbesondere interessant, um die Agilität der Elektrofahrzeuge zu verdeutlichen.

Das fehlende Motorgeräusch außen und auch im Innenraum irritiert viele Fahrer zunächst, schnell fällt aber auf, wie entspannend das geräuschlose Dahingleiten für den Fahrer ist. Die geringe Lärmbelästigung des Umfelds ganz besonders bei viel Verkehr, im Stau oder auch in der Nacht ist ein besonders großer Vorteil.

Die lokale Emissionsfreiheit der Fahrzeuge macht ein gutes Gewissen. Wichtig ist es, hier als Grundlage immer den realen deutschen Strommix zu Grunde zu legen. Im Durchschnitt hierzu kann eine Verringerung des  CO2 Ausstoßes um ca. 45 % gegenüber einem Benzin-PKW erreicht werden. Beim Stromtanken aus regenerativen Energien ist dieser Wert natürlich noch positiver.

Die niedrigen Betriebskosten eines Elektrofahrzeugs sind natürlich abhängig vom Vergleich zwischen Strom- und Benzin- oder Dieselkosten. In verschiedenen Studien konnte aber ein Einsparpotenzial von Strom gegenüber Benzin von bis zu 70 % im Rahmen der Betriebskosten erreicht werden.

Ein anderes Fahrgefühl durch einen effizienteren Antrieb

Elektromotoren arbeiten effizient. Bei Verbrennungsmotoren kann weniger als ein Drittel der im Treibstoff gebundenen Energie für den Antrieb des Fahrzeugs genutzt werden. Der Rest geht z. B. als Wärme verloren. Elektrische Antriebe haben dagegen viel höhere Wirkungsgrade.

Ein großer Vorteil von Elektroantrieben ist, dass sie im Fahrzeug auch als Stromgeneratoren eingesetzt werden können. So lässt sich etwa beim Bremsen oder Ausrollen die frei werdende Energie zurückgewinnen und in die Batterie speisen. Der Fachausdruck dafür ist Rekuperation.

Veranstaltungen

· Münster

MEET Akademie
Am 29. Juni findet im Batterieforschungszentrum in Münster die nächste MEET Akademie statt.

· Aachen

Aachen goes electro
Am Samstag, 8. Juli findet in Aachen erneut "Aachen goes electro" statt.

· Aachen

Innovationsdialog „Elektromobilität auf die Straße bringen – Erfahrungen aus der Praxis“
Am 12.07.2017 veranstaltet das FIR an der RWTH Aachen den Innovationsdialog „Elektromobilität auf die Straße bringen – Erfahrungen aus der Praxis“.

Ideal für den Stadtverkehr

In Situationen, in denen Verbrennungsmotoren besonders ineffizient sind, z. B. im Stop-and-Go-Verkehr in Städten, haben Elektromotoren erhebliche Vorteile. Verbrenner arbeiten nur in einem bestimmten Last- bzw. Drehzahlbereich mit optimalem Wirkungsgrad. Außerhalb dieses Bereichs – im sogenannten Teillastbereich, z. B. beim Anfahren oder Beschleunigen – ist der Energieverbrauch deutlich erhöht. Bei Elektromotoren ist dies nicht der Fall. Sie haben über den gesamten Last- und Drehzahlbereich einen hohen Wirkungsgrad.


Elektromobilität von innen

Wir sind auf vielen Veranstaltungen im Land unterwegs und haben Bürgerinnen und Bürger, Nutzer, Fachleute, Wissenschaftler und Politiker, Enthusiasten und Skeptiker zu ihrer Sicht auf die Elektromobilität befragt.

Unsere Video-Interviews bieten Ihnen in kurzen, pointierten Clips interessante Erklärungen und Eindrücke von Personen, die in den verschiedensten Bereichen der Elektromobilität tätig sind.

Verschaffen Sie sich einen Überblick.

Frau Prof. Dr. Ellen Roemer "Elektromobilität von innen"

Ministerialdirigent Karl-Uwe Bütof - NRW-Wirtschaftsministerium

Jörg Heiner Stein - Energieverein "Aus gutem Grund"